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Der Dom und der Glockenturm

Der Dom von Caorle: Ein Wahrhaftiges Historisches und Religiöses Symbol

Der Dom von Santo Stefano ist eines der wertvollsten Schätze von Caorle und stammt aus dem Jahr 1038. Seine romanische Architektur, bereichert durch byzantinische Einflüsse, zeigt eine schlichte, aber majestätische Fassade, die sofort ein Gefühl von Größe und Erhabenheit vermittelt. Im Inneren können die Besucher zahlreiche künstlerische Meisterwerke bewundern, darunter das hölzerne Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert und die Pala d'Oro, ein außergewöhnliches Beispiel venezianischer Goldschmiedekunst aus dem 13.-14. Jahrhundert, das die handwerkliche Meisterschaft jener Zeit symbolisiert.
Neben dem Dom befindet sich auch das Liturgische Museum, das einen Besuch auf jeden Fall wert ist!

Der Dom ist jedoch nicht nur ein Museum sakraler Kunst: Im linken Kirchenschiff beherbergt die Apsis ein historisch äußerst wertvolles Artefakt. Ein römischer Grabaltar aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., der in der Gegend gefunden wurde und der Familie Licovi gehörte, wird an der Basis des Tabernakels aufbewahrt und zeugt von Caorles langer Geschichte als Kreuzungspunkt verschiedener Kulturen und Zivilisationen. Der Dom ist täglich während der Tagesstunden für Besucher geöffnet, außer während religiöser Zeremonien (im Sommer bis 23 Uhr).

Der Glockenturm: Ein Wahrzeichen der Stadt mit Atemberaubender Aussicht

Neben dem Dom erhebt sich der zylindrische Glockenturm, eines der bekanntesten Wahrzeichen von Caorle. Mit einer Höhe von 42 Metern ist dieser Turm ein seltenes Beispiel mittelalterlicher Architektur in Italien, mit seiner charakteristischen zylindrischen Form und der konischen Spitze, die ihn einzigartig macht. Er stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist einer der wenigen noch erhaltenen Glockentürme dieser Art in Italien und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Stadt und die Küste. Er ist über seine 80 Stufen begehbar, auch nach vorheriger Reservierung.

Kuriositäten

Eine der faszinierendsten Eigenschaften des Glockenturms ist seine leichte Neigung nach Osten, die mit bloßem Auge sichtbar ist. Dieses Phänomen ist auf den lehmigen Untergrund zurückzuführen, der Wasserinfiltrationen ausgesetzt ist und im Laufe der Jahrhunderte zu leichten Setzungen geführt hat.

Wussten Sie, dass
er jedes Jahr sogar „in Brand gesetzt“ wird am Samstag und Sonntag der zweiten Juliwoche? Ein unvergessliches Ereignis, das mit einem alten religiösen Ritual verbunden ist.

Info:

Pfarrei S. Stefano

Piazza Vescovado
+39 0421 81028/81243
caorle@patriarcatovenezia.it

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