Die Altstadt
Eines der Merkmale, die Caorle zu einem unverzichtbaren Reiseziel machen, ist seine außergewöhnliche Architektur. Beim Spaziergang durch die engen Gassen des Zentrums (z. B. Calle Lunga) tauchen Sie in ein Feuerwerk lebendiger Farben ein, das an den Geist Venedigs erinnert, aber eine ganz eigene Persönlichkeit hat. Die Häuser in Gelb-, Orange- und Blautönen bilden einen faszinierenden Kontrast zum Himmel und Meer und bieten bei jedem Schritt ein neues visuelles Erlebnis.
Sie können den zylindrischen Glockenturm bewundern, der über dem Dorf vor dem Dom aufragt und aus dem Jahr 1038 stammt, sowie die Kirche Madonna di Pompei.
Eine Reise ins Herz des alten Fischerdorfes
Die Hauptstraße, Rio Terrà, was im venezianischen Dialekt „vergrabener Kanal“ bedeutet, ist heute eine breite Fußgängerstraße, auf der das Schlendern ein echtes Vergnügen ist. Jeder Schritt entlang von Rio Terrà und Rio Terrà delle Botteghe, wo sich das Bafile Kulturzentrum befindet, lädt dazu ein, die Vergangenheit zu entdecken. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie weiße Linien auf dem Pflaster, die den ehemaligen Kanal markieren, der im 19. Jahrhundert zugeschüttet wurde.
Entlang des Weges können Sie die fröhlich bunt gestrichenen Häuser bewundern und in die typische Atmosphäre der Stadt eintauchen. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Calle Lunga, eine Straße, die ihre ursprüngliche Struktur bewahrt hat. Weiter geht es zur Piazza Vescovado, dem pulsierenden Herzen von Caorle, einem Platz, der Jahrhunderte an Geschichte und Tradition vereint und auch den alten Palazzo Pretorio beherbergt. Ebenfalls von großem Wert sind die Wandfresken des alten Oratoriums von San Rocco (abgerissen während der napoleonischen Zeit). Heute ist dies ein archäologischer Rundgang, der einen echten römischen Brunnen im Garten bewahrt.
Wussten Sie schon…
Ein interessanter und faszinierender Aspekt des historischen Zentrums von Caorle ist, dass bis vor zwei Jahrhunderten Fischer diese Straßen mit ihren Booten durchquerten, da das Zentrum über Wasser erreichbar war, mit internen Kanälen, die verschiedene Bereiche der Stadt verbanden. Die Fundamente waren durch Brücken verbunden, die den Durchgang der Boote ermöglichten. Außerdem gab es das Squero, die typische venezianische Werft in der Nähe des Hafens, wo heute gastronomische Betriebe angesiedelt sind. Im 19. Jahrhundert wurden die Kanäle aus Gründen der öffentlichen Gesundheit zugeschüttet. Das stehende Wasser der Kanäle war die Ursache häufiger Malariaepidemien, die die Bevölkerung befielen. Diese Veränderung, obwohl notwendig, verwandelte das Erscheinungsbild der Stadt, ohne den Geist des Fischerdorfes zu beseitigen, der noch heute Besucher fasziniert.
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